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FAQ2020-04-04T16:49:13+00:00
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Aufgrund jüngster Ereignisse bieten wir Ihnen bzgl. der Ausbreitung des Covid-19 Virus eine vollumfängliche Raumdesinifzierung mit Ozongeneratoren an.
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FAQ

Wie kann man Schimmel in der Wohnung vorbeugen?2020-03-29T11:33:44+00:00

Bei einem Gebäude ohne bauliche Mängel, in das von außen keine Feuchtigkeit eindringt, ist die Voraussetzung für gesundes Wohnen ohne Schimmelpilzwachstum das richtige Heizen und Lüften.

Hierbei wird in regelmäßigen Zeitabständen die überflüssige Feuchtigkeit nach außen abgelüftet. Entweder automatisch durch eine sogenannte Raumlufttechnische Anlage (RLT) oder durch das Öffnen von Fenster und/oder Türen. Durch richtig eingebaute Wärmedämmverbundsysteme können Wärmebrücken und somit kalte Wandtemperaturen reduziert werden. Wenn im Rahmen von Wärmedämmarbeiten auch dicht schließende Fenster eingebaut werden, muss verstärkt gelüftet werden. Dies ist erforderlich um überflüssige Feuchtigkeit aus dem Raum zu bekommen und die Gefahr der Schimmelpilzbildung zu reduzieren.

Bei Havarien, z.B. Wasserrohrbruch, Überschwemmungen, Heizungsleckagen ist es wichtig, die betroffenen Materialien möglichst schnell zu trocknen, um mikrobiellen Befall zu vermeiden.

Freies Wasser ist sofort zu entfernen. Anschließend ist möglichst umgehend mit der technischen Bautrocknung zu beginnen.

Wie gesundheitsschädlich ist Schimmel in der Wohnung?2020-03-29T11:38:55+00:00

Zahlreiche Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelpilzen sehen einen Zusammenhang zwischen der Belastung durch Schimmelpilze (mikrobiellen Befall) und Atemwegsbeschwerden (WHO 2010 und WHO 2009).

Sporen und Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können über die Luft eingeatmet werden und allergische und reizende Reaktionen beim Menschen auslösen. Es konnte jedoch bisher noch nicht festgestellt werden, ab welcher Konzentration an Schimmelpilzen in der Luft, gesundheitlich negative Auswirkungen auftreten. Da bislang keine Grenzwerte für Schimmelpilze festgelegt werden konnten, muss das Vorsorgeprinzip angewendet werden, wonach Schimmel in Innenräumen ein hygienisches Problem darstellt und beseitigt werden muss, bevor es zu Erkrankungen kommt.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich vermute, durch Schimmel krank zu sein?2020-03-29T11:40:33+00:00

Grundsätzlich ist Ihr Hausarzt als erster Ansprechpartner zuständig. Dieser wird Sie gegebenenfalls zu Spezialisten, zur weiteren Abklärung Ihrer Symptome, schicken.

Was tun bei Schimmel in meiner Wohnung?2020-03-29T11:41:34+00:00

Generell gilt: Materialien, auf denen Schimmelpilze wachsen, müssen gereinigt oder entfernt werden. Die Ursachen für die erhöhte Feuchtigkeit, die zu dem Schimmelwachstum geführt haben, müssen geklärt und abgestellt werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie einen kleineren Schimmelpilzschaden selbst beseitigen.

Voraussetzung hierfür ist, dass Sie z.B. nicht allergisch auf Schimmelpilze reagieren, an chronischen Erkrankungen der Atemwege leiden oder ein geschwächtes Immunsystem haben. Die Ursache der Feuchtigkeit muss aber erkannt und beseitigt werden, sonst kommt der Schimmel immer wieder zurück.

Größerer Schimmelbefall sollte immer von einer fachkundigen Firma saniert werden.

Worauf muss ich bei der Entfernung von Schimmel achten?2020-03-29T11:42:28+00:00
  1. Schwer zu reinigende Gegenstände, z.B. Textilien  abdecken oder aus dem Sanierungsbereich entfernen.
  2. Lebensmittel und andere Gegenstände wie Kinderspielzeug und Kleidung vor der Sanierung aus dem Raum entfernen.
  3. Möglichst staubarm arbeiten (z.B. Oberflächen vorher absaugen oder anfeuchten).
  4. Eine Ausbreitung von Schimmelpilzsporen vermeiden.
  5. Schimmelpilze nicht mit bloßen Händen berühren – Schutzhandschuhe aus Kunststoff tragen (in Baumärkten erhältlich) und nach Gebrauch entsorgen.
  6. Schimmelpilzsporen nicht einatmen – Atemschutz tragen (in Baumärkten erhältlich) und nach Gebrauch entsorgen.
  7. Schimmelpilzsporen nicht in die Augen gelangen lassen – spezielle Staub-Schutzbrillen tragen (in Baumärkten erhältlich).
  8. Arbeitskleidung nach Benutzung gründlich waschen oder Einwegschutzanzug verwenden und entsorgen.
Woran erkenne ich eine qualifizierte Firma für die Schimmelpilzsanierung?2020-04-13T17:26:10+00:00

Bisher gibt es keine allgemein anerkannte Qualifikation für die Sanierung von mikrobiellem Befall. Einige Handwerker und Unternehmen haben sich auf die fachgerechte Beseitigung von Schimmelpilzschäden spezialisiert. Folgende Kriterien helfen Ihnen, eine qualifizierte Firma zu erkennen.

Allgemein:

Es steht immer das Entfernen von Schimmel im Vordergrund. Firmen, die einen Schimmelbefall ausschließlich mit Desinfektionsmitteln bekämpfen wollen, sind unseriös.

Qualifizierung:

  1. Ein qualifizierter Sanierer hat mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, zum Beispiel als Maler, Lackierer, Stuckateur, Schreiner, Zimmermann, Bautenschützer oder auch ein abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium, etwa im Bereich Bauwesen, Architektur, Umwelttechnik in Verbindung mit einer Weiterbildung entsprechend der Empfehlungen des Umweltbundesamtes zum Erkennen, Bewerten und Sanieren von Schimmelschäden.
  2. Hat an einem mehrtägigen Weiterbildungskurs mit abschließender Prüfung teilgenommen, zum Beispiel bei einem der entsprechenden Fachverbände, Weiterbildungseinrichtungen oder den Handwerkskammern.
  3. Nimmt regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen auf dem Gebiet „Schimmelpilze“ teil.
  4. Plant und bereitet Arbeitsaufträge strukturiert vor.
  5. Ein qualifizierter Schimmelsanierer nimmt vor Beginn der Sanierung den Schaden auf, um die Ursache und das Ausmaß zu ermitteln, zum Beispiel durch Begutachtung des Schadens, Feuchtigkeitsmessungen und Bauteilprüfungen.
  6. Empfiehlt, dass eine andere Firma oder ein Sachverständiger diese Leistung übernimmt, wenn er selbst die Ursachen und das Ausmaß nicht ermitteln oder beseitigen kann.
  7. Er erstellt eine Gefährdungsbeurteilung und legt die notwendigen Arbeitsverfahren fest.
  8. Er erstellt ein nachvollziehbares schriftliches Sanierungskonzept.
  9. Er erstellt einen Kostenvoranschlag für die Beseitigung des Schimmelpilzschadens.
  10. Er führt gegebenenfalls Sofortmaßnahmen aus, um die Vergrößerung des Schaden zu vermeiden (zum Beispiel Befall binden, Räume abschotten, Luftreiniger aufstellen).
  11. Ein qualifizierter Schimmelsanierer berücksichtigt die Vorgaben des Umweltbundesamtes und die gesetzlichen Vorgaben nach der Biostoffverordnung.
  12. Er saniert den Schaden, ohne dabei größere Konzentrationen an Stäuben, Fasern oder Schimmelpilzsporen freizusetzen und ergreift entsprechende Maßnahmen, durch die Stäube sofort abgesaugt werden.
  13. Er verzichtet auf den großflächigen Einsatz fungizider oder biozider Wirkstoffe (sogenannte Desinfektionsmittel), während und nach der Sanierung.
  14. Führt eine abschließende Feinreinigung in den betroffenen Räumen und dem Zugangsbereich durch.
  15. Während der gesamten Maßnahmen erfolgt stets eine Überwachung und Erfolgskontrolle
  16. Ein qualifizierter Schimmelsanierer dokumentiert den Sanierungsverlauf und übergibt nach Abschluss überprüfbare Dokumente (Arbeitsberichte, Abnahmeprotokoll, Rechnung, gegebenenfalls Messprotokoll einer Trocknung mit den erforderlichen Messdaten und dem Nachweis des Stromverbrauchs).
  17. Führt nach Abschluss der Schimmelbeseitigung Messungen zur Eigenkontrolle durch und lässt den Sanierungserfolg in der Regel durch einen externen Sachverständigen prüfen, bevor der Wiederaufbau beginnt.
Woran erkenne ich ein qualifiziertes Labor für Schimmelpilzdiagnostik?2020-03-29T11:45:27+00:00

Qualifizierte Labore

    1. Besitzen eine Genehmigung zum Arbeiten mit infektiösem Material, vor allem auf dem Gebiet der Schimmelpilzidentifizierung entsprechend § 44 Infektionsschutzgesetz.
    2. Haben mehrjährige praktische Erfahrungen und theoretische Kenntnisse auf dem Gebiet der Umweltmykologie.
    3. Nehmen regelmäßig an mykologischen Weiterbildungsveranstaltungen teil.
    4. Orientieren sich bei ihrer Arbeit an den Empfehlungen der Normen DIN ISO 16000-16 bis -21.
    5. Machen Angaben zur Validierung, Messunsicherheit und Bewertung der Ergebnisse und legen diese offen, wenn sie Untersuchungen durchführen, die noch nicht in Normen beschrieben sind, präzisieren gegebenenfalls in Abstimmung mit dem Auftraggeber in Abhängigkeit von der Zielsetzung die Messaufgabe und machen Angaben zu den zu erwartenden Kosten.
    6. Verfügen über ein System der internen Qualitätskontrolle und der Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse.
    7. Geben an, nach welchem Bestimmungsschlüssel sie die einzelnen Schimmelpilze identifiziert haben und mit welcher Messwertunsicherheit die erhaltenen Ergebnisse allgemein behaftet sind.
    8. Nehmen regelmäßig erfolgreich an Ringversuchen wie zum Beispiel „Identifizierung von Schimmelpilzen im Innenraum und in Lebensmitteln“ teil.
    9. Orientieren sich bezüglich der Bewertung ihrer Ergebnisse an den aktuellen Beurteilungskriterien der Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes wie der Bewertungshilfe für Luftproben – kultivierbare Schimmelpilze und Bewertungshilfe für Luftproben – Gesamtsporensammlung.
    10. Geben Hilfestellung zur Interpretation der Ergebnisse nach Rücksprache mit dem Probenehmer bei Ergebnissen, die vom Auftraggeber nicht einschätzbar sind.
    11. Geben in ihrer Interpretation der Ergebnisse nur in kurzer Form an, dass Feuchte-/Schimmelschäden ein hygienisches Problem darstellen.
    12. Nehmen keine medizinischen, baulichen und andere fachfremden Bewertungen der Ergebnisse vor, arbeiten aber in konkreten Einzelfällen kooperativ mit Ärzten und anderen Sachverständigen zusammen.